In einem Gang in einer Schule stehen eine junge Frau und ein Mädchen vor roten Schließfächern und sprechen miteinander.
Intro

Freiwilligendienste und Engagement

von Maud Krohn, Referentin Freiwilliges Engagement der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ)

Freiwilliges Engagement in Kultur hat viele Gesichter. Freiwilligendienste sind eine besondere Form von freiwilligem Engagement. Besonders deshalb, weil die Freiwilligen* sich für eine bestimmte Zeit für den Dienst verpflichten, Bildungstage besuchen und ein festes Taschengeld pro Monat erhalten.

Wichtig ist bei freiwilligem Engagement immer, dass dadurch Menschen* in der Gesellschaft unterstützt werden und die Tätigkeit der Freiwilligen* anderen Menschen zugute kommt. Gemeinwohlorientiert nennt sich das. Der Bereich Kunst und Kultur ist zum großen Teil gemeinwohlorientiert. Freiwillige* unterstützen hier zum Beispiel die Veranstaltungsorganisation eines Kulturvereins, Bildungsprojekte für Kinder* oder ältere Menschen* in Kunstschulen, sie helfen bei der Öffentlichkeitsarbeit im Museum, bringen ihre Erfahrung im Bereich neuer Medien in einem Jugendclub ein oder unterstützen die technisch-künstlerischen Arbeiten in einem Theater.

Freiwilligendienste sind manchmal für die Freiwilligen* die erste Engagement-Erfahrung. Das kann ein guter Start für weiteres Engagement nach dem Freiwilligendienst sein.

Es ist wichtig, dass Engagement der Kern von Freiwilligendiensten ist. Freiwilliges Engagement, das bedeutet: selbst mitgestalten. Freiwillige* sollen mitsprechen können. Sie sollen das tun können, was sie interessiert und was gleichzeitig auch in guter Balance zu den Zielen der Einsatzstellte steht. Die Verantwortung, dass die Freiwilligen beteiligt sind, tragen vor allem die Träger im Verbund Freiwilligendienste Kultur und Bildung. In Gesprächen mit den Freiwilligen* und Einsatzstellen müssen sie den Partizipationsgedanken immer wieder stärken.