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Politische Bildung hautnah erleben

Mein Name ist Emely und ich mache meinen Freiwilligendienst im Bereich Kultur und Bildung beim Kreisjugendring Dachau im Team Politische Bildung. In meiner Freizeit gehe ich meistens in das nahe gelegene Jugendzentrum und plane auch dort, mich bald ehrenamtlich zu engagieren. Momentan wohne ich noch bei meiner Mutter ganz in der Nähe von Dachau.

Wieso habe ich mich für einen Freiwilligendienst entschieden?

Ein wichtiger Grund, warum ich den Bundesfreiwilligendienst begonnen habe, war für mich die Orientierung und die Möglichkeit, Neues zu lernen. Dafür bin ich meinen Kolleg*innen und Ansprechpersonen sehr dankbar.

Ich werde in viele Prozesse mit einbezogen und kann dadurch unglaublich viel dazulernen und praktische Erfahrungen sammeln.

Emely, Freiwillige beim Kreisjugendring Dachau

Auf den Freiwilligendienst aufmerksam geworden bin ich durch unseren Gemeindejugendpfleger im Jugendzentrum, der über die Gemeinde ebenfalls beim Kreisjugendring angestellt ist. Er hat mich darauf hingewiesen, dass der Kreisjugendring einen BFD (Bundesfreiwilligendienst) anbietet, und meinte, dass er mich gut in dieser Rolle sehen würde, was mich schließlich dazu motiviert hat, mich anzumelden. Mitbekommen von dem Format Freiwilligendienste Kultur und Bildung habe ich durch Freunde, die im vergangenen Jahr einen BFD absolviert haben.

Demokratie zum Mitmachen

Meine Aufgaben im Team Politische Bildung sind sehr vielfältig: An manchen Tagen sind wir präsent vor Ort, zum Beispiel zu Beginn meines BFD in der Stadtbibliothek Dachau. Dort hatten wir einen Infostand mit Informationsmaterialien, einem Argumentationstrainer gegen rechtsextreme Stammtischparolen und viel Raum für spannende Gespräche mit Besucher*innen.

Außerdem sind wir zweimal im Jahr für jeweils zwei Wochen an verschiedenen Schulen im Landkreis unterwegs und führen unser „Demokratie-Mobil“ durch. Beim Demokratie-Mobil reden wir mit Schüler*innen über Demokratie, Politik und, wenn es gerade Thema ist, auch Wahlen, wie beispielsweise zu den Kommunalwahlen in Bayern dieses Jahr.

Damit diese Workshops überhaupt stattfinden können, müssen zunächst die entsprechenden Module entwickelt werden. Die Inhalte werden im Team diskutiert, auf dieser Basis arbeitet der Demokratie-Trainer Daniel sie dann aus und gibt die fertigen Module anschließend an mich weiter. Ich kümmere mich dann um die praktische Aufbereitung, indem ich die Materialien vorbereite, ausdrucke, laminiere und zuschneide, sodass sie einsatzbereit sind.

Ein Beispiel für ein solches Modul war unser Jenga-Spiel, bei dem wir die einzelnen Hölzer mit verschiedenen Werten einer Demokratie beklebt hatten. Der Jenga-Turm stand repräsentativ für die Demokratie. Die Schüler*innen bekamen dann Kärtchen mit verschiedenen politischen Ereignissen, sollten diese vorlesen und dann die jeweiligen Werte aus dem Turm ziehen, die von diesem Ereignis betroffen sind.

Ein eigenes Projekt zum Thema „Mentale Gesundheit“

Darüber hinaus nehme ich an den regelmäßigen Team-Treffen teil, schreibe unter anderem Pressemitteilungen oder gestalte Instagram-Posts, wie beispielsweise zur Kommunalwahl in Bayern. Auch in meinem eigenen BFD-Projekt zum Thema „Mentale Gesundheit“ habe ich mich entschieden, gestalterisch zu arbeiten. In diesem Rahmen entwerfe ich beispielsweise Broschüren und Sticker mit Hinweisen auf verschiedene Hilfsangebote. Dafür nehme ich mir gelegentlich einen ganzen Tag Zeit und fokussiere mich auch wirklich nur darauf an diesem Tag.

Ein Highlight: Das „FünfSieben Festival“

Zwei Personen gehen nebeneinander. Links geht ein Mädchen, rechts ein größerer junger Mann. ma-rc-o.36

Zudem ist ein Highlight des Freiwilligendienstes auch das „FünfSieben Festival“ in der Gemeinde Karlsfeld. Das Besondere an dem Festival? Es wird von Jugendlichen für Jugendliche organisiert und besteht zu einem großen Teil aus ehrenamtlichen Helfer*innen. Ich habe mich vor dem Festival um einen Teil der Gästeliste gekümmert, zudem war ich aktiv beim Aufbau des Festivals dabei und am Tag des Festivals habe ich an der Abendkasse geholfen – Tickets scannen, Ausweise kontrollieren und Eintrittsbändchen verteilen.

Mein Freiwilligendienst – voller neuer Erfahrungen

Insgesamt bietet mir der Freiwilligendienst eine sehr abwechslungsreiche und bereichernde Zeit, in der ich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich viel dazulerne und mich weiterentwickeln kann. Am meisten Spaß haben mir die Touren mit dem Demokratie-Mobil gemacht, da sie einfach Abwechslung reingebracht haben. Ich habe mich entschieden, nach meinem Freiwilligendienst erst mal weiter zur Schule zu gehen und mein Fachabitur zu machen.

Im Großen und Ganzen war mein BFD voller neuer und spannender Erfahrungen, die mich auch auf meinem zukünftigen Weg begleiten werden.

Emely, Freiwillige beim Kreisjugendring Dachau

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