Wider den Pflichtdienst – Für ein Mehr an Freiwilligendiensten

Die Wiedereinführung der Wehrpflicht hatte sich CDU Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer als Thema auf die Agenda für ihre Reise zu den CDU-Ortsverbänden in diesem Frühjahr geschrieben. Wohl mit Erfolg. Das Thema ist so weit gediehen, dass in der kommenden Legislaturperiode die CDU das Thema in ihr Regierungsprogramm einfließen lassen möchte.

Nun melden sich viele andere mit ihrer Haltung zu einer allgemeinen Dienstpflicht zu Wort. Für die BKJ ist klar: „Ein Pflichtjahr junger Menschen widerspricht elementaren Freiheits- und Grundrechten. Eine Dienstverpflichtung wäre eine Zwangsmaßnahme, die der Vorstellung eines konstruktiven Miteinanders der Generationen zuwiderläuft.“ So heißt es im Beitrag der BKJ „Wider dem Pflichtdienst“.

Auch der Deutsche Kulturrat, dessen Mitglied die BKJ ist, hat sich am 6. August dazu geäußert. Olaf Zimmermann, sagte: „Bürgerschaftliches Engagement darf nicht vom Staat erzwungen werden. Dieses widerspricht im Kern dem Bürgerschaftlichen Engagement, das durch ein hohes Maß an Selbstermächtigung und Freiwilligkeit geprägt ist. Bürgerschaftlich Engagierte sollen nicht für mangelnde staatliche Unterstützung einspringen, sondern aktive Partner in der Gestaltung der Gesellschaft sein.“

Weiter heißt es, dass die Diskussion nicht nur dem Personalmangel in der Bundeswehr geschuldet sei, sondern auch dem Mangel an Pflegekräften in Altenheimen und Krankenhäusern.

Die Gründe, warum es nicht um eine Dienstpflicht gehen kann, sondern vielmehr der Ausbau an Freiwilligenplätzen jetzt diskutiert werden sollte, liefert die Stellungnahme des Bundesarbeitskreis (BAK) FSJ.

Stellungnahme Zentralstellen „Wider den Pflichdienst“

 

In einem hellen Raum sitzen mehrere Jugendliche und unterhalten sich.