Gesetz in Kraft getreten: Freiwilligendienste jetzt auch in Teilzeit möglich

Ab sofort können auch  junge Menschen unter 27 Jahren, die aus persönlichen Gründen keinen Freiwilligendienst in Vollzeit ableisten können, einen Jugendfreiwilligendienst (FSJ/FÖJ) in Teilzeit machen. Am 10. Mai 2019 ist das Freiwilligendienste-Teilzeit-Gesetz in Kraft getreten. Die Freiwilligendienste Kultur und Bildung hatten sich für eine gesetzliche Regelung stark gemacht, weil diese mehr Teilhabe ermöglicht.

Ein Freiwilligendienst in Teilzeit muss mindestens 20 Wochenstunden umfassen. Der Freiwilligendienst in Teilzeit ist möglich, wenn ein berechtigtes Interesse des*der Freiwilligen* vorliegt. Ein berechtigtes Interesse ist, wenn Freiwillige* ein eigenes Kind oder eine*n Angehörige*n betreuen, schwerbehindert sind oder aus anderen gesundheitlichen Gründen den Freiwilligendienst nicht in Vollzeit leisten können. Auch so genannte vergleichbare schwerwiegende Gründe, wie z. B. die Teilnahme an einem Bildungs- und Qualifizierungsangebot oder der Besuch von Sprach- und Integrationskursen, können als Begründung für eine Teilzeitregelung herangezogen werden.

Auch wenn der Freiwilligendienst schon begonnen wurde, kann ab sofort zusätzlich eine Teilzeitregelung vereinbart werden. Die Einsatzstelle muss einer Teilzeitregelung zustimmen. Auch der Träger muss den Absprachen über den Freiwilligendienst in Teilzeit zwischen Einsatzstelle und Freiwilliger*m zustimmen und die Vereinbarung entsprechend dokumentieren. Die Detailregelungen im Bundesfreiwilligendienst sind noch nicht bekannt.

 

Weitere Informationen

Gesetzentwurf der Bundesregierung: „Entwurf eines Gesetzes zur Einführung einer Teilzeitmöglichkeit in den  Jugendfreiwilligendiensten sowie im Bundesfreiwilligendienst für Personen vor Vollendung des 27. Lebensjahres“

Meldung auf der Website des Deutschen Bundestag: „Freiwilligendienste künftig auch in Teilzeit möglich“

 

 

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