Freiwilligendienst für alle!

Im Haushaltsentwurf 2020 des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stehen 50 Millionen Euro weniger für die Freiwilligendienste ab September 2020. Das bedeutet auch, dass weniger Menschen, die sich für ein freiwilliges Engagement in Kultur und Bildung interessieren, an diesem Engagement- und Orientierungsjahr teilhaben können.

Das trifft erneut insbesondere Personen, die auf Unterstützungsleistungen angewiesen sind. Denn der geplante Einstieg in die Förderung von Unterstützungsleistungen für Freiwillige mit Behinderungen in Höhe von ca. 3 Millionen Euro wird somit nicht zustande kommen, wie die Haushaltsplanung deutlich macht. Ihnen würde damit der Zugang zu Freiwilligendiensten weiterhin verwehrt bleiben.

Unter dem Titel „Rekord-Haushalt“ hatte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in einer Pressemitteilung die Haushaltsplanung des Ministeriums, das auch für die Freiwilligendienste zuständig ist, verkündet. Der Etat des BMFSFJ soll im nächsten Jahr auf 11,8 Milliarden Euro wachsen und läge damit um 1,356 Milliarden Euro höher als in 2019.

Deshalb: beim Beschluss des Haushaltsentwurfs Mitte November im Deutscher Bundestag Mittelkürzungen zurücknehmen und Unterstützungsleistungen fördern!

Weitere Informationen:
Stellungnahme der BKJ: „50 Millionen Euro weniger für die Freiwilligendienste trotz Rekord-Haushalt des BMFSFJ“
Magazin Beitrag zum Thema Assistenzleistungen: „Einfach erfinderisch sein, dann geht alles“
„Freiwilligendienste für alle? – Bundesfamilienministerin Giffey stellt neues Konzept vor“