Ehemaligen-Befragung
Ergebnisse der Ehemaligenbefragung 2025
Ehemalige sind sehr zufrieden mit ihrem Freiwilligendienst
90 Prozent der befragten Ehemaligen aus den letzten fünf Jahren empfehlen ihren Freiwilligendienst weiter. Die gute Bewertung für die Arbeit der Träger und für die Bildungstage gibt dabei den ausschlaggebenden Pluspunkt. Drei Viertel der ehemaligen Freiwilligen betonen zudem, dass ihr Freiwilligendienst dazu beigetragen hat, dass die Bedeutung von Kunst und Kultur in ihrem Leben gewachsen ist.
Zufriedenheit und Engagementorientierung
Zur Zufriedenheit trägt außerdem bei, dass die Ehemaligen eigene Ideen und Fähigkeiten in ihren Freiwilligendienst einbringen konnten und ausreichend Möglichkeiten zur Mitsprache und Mitbestimmung hatten.
Etwa 80 Prozent von ihnen haben ihren Freiwilligendienst zudem als gesellschaftlich relevant erlebt. Passiert das, so zeigt die Befragung, sind die Ehemaligen zufriedener und auch stärker bereit, sich weiterhin zu engagieren. 40 Prozent der ehemaligen Freiwilligen war und ist engagiert. Weitere 30 Prozent können sich ein freiwilliges Engagement zukünftig wieder vorstellen.
Für fast alle der befragten Ehemaligen ist es ein besonderer Aspekt des Freiwilligendienstes, dass sie sich in ihrer Persönlichkeit weiterentwickelt haben. Sie konnten sich währenddessen mit sich selbst auseinandersetzen und sind selbstständiger geworden.
Die Erfahrung, selbstständig zu leben und zu arbeiten und das viele positive Feedback. Besonders auch das Gefühl, Mut zu bekommen durch die Bestärkung von Seiten der Einsatzstelle und des Trägers, meinen eigenen Weg zu gehen.
In diesem Jahr habe ich (…) persönliche Stärken und Schwächen erkennen gelernt, Aufgaben eigenverantwortlich übernommen und dadurch enorm an Selbstbewusstsein gewinnen können.
Mitsprache, Anerkennung und Wertschätzung
Wichtig ist den Ehemaligen die Mitsprache in der Einsatzstelle. Dazu gehört, dass die Aufgaben, aber auch Fragen und Probleme mit einer verantwortlichen Person in der Einsatzstelle besprochen werden können, dass Freiwillige eigene Ideen einbringen und dass sie ins Team der Einrichtung einbezogen werden. 80 Prozent der Ehemaligen sind damit zufrieden.
Ich hatte ein Riesenglück mit meiner Einsatzstelle. Die Betreuung war vom ersten Moment an sehr gut und routiniert. Als Freiwillige hatten wir monatlich Teamgespräche, in denen wir unsere eigenen Wünsche und Vorstellungen einbringen konnten. Der Einrichtung war auch sehr an unserer persönlichen Weiterentwicklung gelegen, so gab es für uns Angebote wie fast wöchentliche Infopraktika in den Bereichen, in denen wir nicht mitarbeiteten oder Mitarbeiterführungen in anderen Einrichtungen.
Die Möglichkeiten zur Mitsprache und Mitbestimmung in der Einsatzstelle könnten allerdings noch verbessert werden. Das wünscht sich etwa ein Fünftel der befragten Ehemaligen. Damit geht einher, dass sie sich mehr Anerkennung und Wertschätzung von den Einsatzstellen wünschen. Ehemalige schlagen vor allem eine bessere Begleitung durch die Einsatzstelle vor. Dazu gehören zum Beispiel mehr persönliche Gespräche und konstruktives Feedback, aber auch Lob, ein Dankeschön zwischendurch sowie die Wahrnehmung der Individualität ihrer Person oder eine richtige Verabschiedung am Ende des Dienstes.
Berufsorientierung und Werdegang
Spannend ist ein Blick auf die Zeit nach dem Freiwilligendienst. Über die Hälfte der Ehemaligen hat nach dem Freiwilligendienst eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich Kultur und Bildung begonnen. Aber auch andere fanden den Freiwilligendienst für ihre Berufsorientierung hilfreich. Insgesamt geben fast 80 Prozent der ehemaligen Freiwilligen an, dass der Freiwilligendienst für die berufliche Orientierung hilfreich war.
Kontakt und Netzwerk
Und wie steht es mit dem Kontakt? Etwa drei Viertel der Befragten betonen, dass sie durch ihren Freiwilligendienst ihr persönliches Netzwerk erweitert haben. Für viele Ehemalige sind vor allem die Seminare der Ort, an dem sie sich austauschen konnten und ein angenehmes Gemeinschaftsgefühl erlebt haben. Doch auch allgemein bezeichnet die große Mehrheit der Ehemaligen Freiwilligendienste als geeignete Orte, wo sich Menschen, auch aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, kennenlernen können.
Auf jeden Fall in erster Linie das Kennenlernen dutzender Menschen verschiedenen Alters mit gleichen oder ähnlichen Interessen, Visionen, Gedanken, Lebensabschnitten und verschiedensten Geschichten!
Wenn das damals so gut geklappt hat, dann ist es wenig verwunderlich, dass etwa 70 Prozent an einem Ehemaligen-Netzwerk interessiert sind. Schon 2022 wurde dafür der Ehemaligenverein „Zugabe e. V.“ gegründet, in dem Ehemaligentreffen, Vernetzung mit Politik, Projekte und Aktionen geplant und umgesetzt werden können. Unterstützt wird dieser Verein von der BKJ als Zentralstelle der Freiwilligendienste Kultur und Bildung.
Du möchtest dich im Ehemaligen-Verein engagieren? Hier ist der Antrag für die Vereinsmitgliedschaft. Bei Fragen schreibe eine E-Mail an Zugabe e. V. unter: fsj.zugabe@gmail.com.
Über die Befragung
Von Dezember 2025 bis Januar 2026 haben ehemalige Freiwillige, die ihren Freiwilligendienst im Bereich Kultur und Bildung in den letzten fünf Jahren beendet haben, an einer Ehemaligenbefragung teilgenommen. Über 2.000 Ehemalige haben daran teilgenommen.
Die Befragung der Ehemaligen und die hier zusammengefassten Ergebnisse sind Teil der Gesamtbefragung von Einsatzstellen und aktuellen sowie ehemaligen Freiwilligen, die von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) in den Jahren 2025 bis 2027 durchgeführt und ausgewertet wird.
Aus den Ergebnissen entwickelt die BKJ Empfehlungen und Instrumente für den Trägerverbund Freiwilligendienste Kultur und Bildung, um die Qualität der Freiwilligendienste noch zu verbessern.
Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich gerne per E-Mail an uns.