Wichtig zu wissen!

Das „Wichtig zu wissen!“ ist in einfacher Sprache geschrieben, damit möglichst alle Menschen es verstehen können.
Dies ist eine Sammlung von wichtigen Wörtern für die Freiwilligendienste Kultur und Bildung,
sowohl für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) als auch den Bundesfreiwilligendienst (BFD).

Die wichtigen Buchstaben und Wörter sind in alphabetischer Reihenfolge sortiert.

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Dort stehen dann noch mehr Informationen.

ALG II

ALG II ist die Abkürzung für „Arbeitslosengeld II“. Menschen, die ALG II bekommen, können einen Freiwilligendienst machen. Das Taschengeld bekommen sie zusätzlich zu ihrem Arbeitslosengeld II.

Das Taschengeld wird auf das Arbeitslosengeld II angerechnet. Vom Taschengeld sind 200 Euro „nicht zu berücksichtigende Einnahme“. Das bedeutet, dass die Freiwilligen* 200 Euro behalten dürfen. Das steht hier: Arbeitslosengeld II-Verordnung Paragraf § 1 Absatz 7.

Freiwillige*, die Arbeitslosengeld II bekommen, müssen während ihres Freiwilligendienstes keine Arbeit aufnehmen. Das steht im Sozialgesetzbuch an dieser Stelle: Sozialgesetzbuch II, Nummer 5, Paragraf § 10, Absatz 1.

Wenn Freiwillige* im BFD in Teilzeit tätig sind, kann die Agentur für Arbeit ihnen trotzdem Vermittlungsangebote machen. Die angebotene Arbeit und der Freiwilligendienst dürfen zusammen aber nicht mehr als eine Vollzeitbeschäftigung ergeben.

Alter

Um beim FSJ Kultur, FSJ Politik oder FSJ Schule mitmachen zu können, dürfen Freiwillige* während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) nicht 27 Jahre alt werden.

Alle Bewerber*innen müssen die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben. Das bedeutet meistens, dass Bewerber*innen das 9. Schuljahr beendet haben müssen.

Alle Menschen ab 27 Jahre können einen Bundesfreiwilligendienst (BFD) Kultur und Bildung machen.

Anleitung

In der Einsatzstelle gibt es eine Person, die das ganze Jahr lang den*die Freiwillige*n bei den Aufgaben anleitet und unterstützt.

Diese Person ist eine Fachkraft* und arbeitet im gleichen Bereich wie die Freiwilligen*. Sie hilft dabei, die Einsatzstelle kennenzulernen, erklärt die Aufgaben und beantwortet Fragen zum Arbeitsalltag. Und sie führt regelmäßig Gespräche mit den Freiwilligen*. Sie achtet darauf, dass die Freiwilligen* auch das tun können, wozu sie Lust haben, worin sie gut sind und dass sie etwas lernen und sich weiterentwickeln können. Wichtig ist, dass Freiwillige* regelmäßig bei Teambesprechungen dabei sind.

In manchen Einsatzstellen ist die Anleitung gleichzeitig auch die Begleitung.

Arbeitgeber

FSJ und BFD sind kein Arbeitsverhältnis, das steht so im Gesetz. Damit die Freiwilligen* geschützt sind, gelten trotzdem viele Regeln aus dem Arbeitsrecht auch für Freiwillige*. Mehr dazu steht auch bei Rechtsverhältnis.

Die Aufgaben von einem Arbeitgeber übernimmt im FSJ entweder der Träger oder die Einsatzstelle. Das kommt darauf an, was ausgemacht ist.
Die Aufgaben von einem Arbeitgeber übernimmt im BFD das BAFzA oder die Einsatzstelle im Auftrag des BAFzA.

Arbeitslosengeld

Arbeitslosenversicherung

Freiwillige* bekommen während des Freiwilligendienstes die Arbeitslosenversicherung von der Einsatzstelle bezahlt. Sie müssen dafür nichts bezahlen.

Manchmal finden Freiwillige* nach dem Freiwilligendienst nicht sofort einen Job, eine Ausbildung oder ein Studium. Oder sie brechen ihren Freiwilligendienst ab. Dann ist es wichtig, dass sie sich schon früh bei der Agentur für Arbeit melden, damit sie immer Geld bekommen. Früh bedeutet: Drei Monate vor dem Ende des Freiwilligendienstes.
Wenn Menschen 12 Monate oder länger einen Freiwilligendienst gemacht haben, haben sie ein Recht auf Arbeitslosengeld.

Wenn Freiwillige* direkt vor dem Freiwilligendienst sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, kann dafür diese Zeit auch zu den Monaten dazu gerechnet werden.
Wenn Freiwillige* eine Rente bekommen, muss die Einsatzstelle keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung bezahlen. Das gilt nur für Rentner*innen, die eine Altersvollrente bekommen.

Arbeitsmarktneutralität

Arbeitsmarktneutralität bedeutet: Freiwillige* sind keine Arbeitskräfte*. Sie dürfen keine Arbeiten erledigen, für die eine Einsatzstelle eigentlich einen Menschen einstellen muss. Mit dieser Regel sollen die Freiwilligen* geschützt werden. Und es sollen Arbeitsplätze geschützt werden, damit Freiwillige* keinen Arbeitsplatz ersetzen.

Welche Aufgaben Freiwillige* machen, besprechen sie mit ihrer Einsatzstelle. Das hängt davon ab, was sie machen können und wollen.

Arbeitsschutz

Arbeitsunfall

Wenn Freiwilligen* während der Arbeitszeit ein Unfall passiert, muss das der Berufsgenossenschaft gemeldet werden. Dazu spricht sich die Einsatzstelle mit dem Träger ab. Ein Unfall auf dem Weg zur Einsatzsatzstelle, von der Einsatzstelle nach Hause und während der Bildungstage gilt auch als Arbeitsunfall.

Arbeitszeit

Ein Freiwilligendienst ist eine Vollzeit-Tätigkeit, wenn die*der Freiwillige* unter 27 Jahre alt ist.

Das heißt: Die Arbeitszeit eines Freiwilligen* darf jede Woche höchstens 40 Stunden sein. Wenn in der Einsatzstelle aber niemand 40 Wochenstunden arbeitet, dann arbeiten auch die Freiwilligen* weniger Stunden. Mindestens 32 Stunden pro Woche müssen Freiwillige* aber tätig sein. Bei Freiwilligen* unter 18 Jahren gelten außerdem die Regeln des Jugendarbeitsschutzgesetzes.

Freiwillige* über 27 Jahre können den Freiwilligendienst in Teilzeit oder in Vollzeit machen. Das bedeutet: Freiwillige* im BFD müssen mindestens 20,5 Stunden in der Woche für die Einsatzstelle tätig sein (Teilzeit) und dürfen maximal 40 Stunden in der Woche tätig sein (Vollzeit).

Für Überstunden oder Wochenend-Dienste im FSJ und BFD müssen Freiwillige* möglichst bald danach genau so viel Freizeit bekommen. Das heißt: Freizeitausgleich. Die Bildungstage gelten als Arbeitszeit.

Asyl

Menschen, die Asyl suchen, können einen Freiwilligendienst in Deutschland machen. Wichtig ist, dass sie länger als 3 Monate in Deutschland sind. Dann können sie eine Erlaubnis für den Freiwilligendienst bekommen. Die Erlaubnis heißt Beschäftigungserlaubnis. Menschen, die Asyl suchen, bekommen die Beschäftigungserlaubnis bei der Ausländerbehörde. Mehr Informationen und Hilfe gibt es bei den Trägern.

Freiwillige*, die Asyl suchen, bekommen das gleiche Taschengeld wie andere Freiwillige*. Aber sie dürfen davon nicht alles behalten.

Menschen, die Asyl in Deutschland erhalten haben (= anerkannte Asylberechtigte*), können natürlich auch einen Freiwilligendienst machen. Wieviel sie vom Taschengeld behalten dürfen, steht unter ALG II. Mehr Informationen und Hilfe gibt es bei den Trägern.

Asylbewerberleistungsgesetz

Menschen, die Asyl suchen und beantragt haben, bekommen Geld zum Leben. Das sind geflüchtete Menschen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis oder mit einer Duldung.

Das Asylbewerberleistungsgesetz (kurz: AyslbLG) sagt, wieviel Geld diese Menschen bekommen. Sie bekommen Geld für den notwendigen Bedarf und den persönlichen Bedarf. Der notwendige Bedarf ist Geld für zum Beispiel Essen, Wohnen und Medikamente. Der persönliche Bedarf ist Geld, das alle bekommen. Auch wenn sie in Gemeinschaftsunterkünften wohnen.

Dazu bekommen Freiwillige* noch das Taschengeld vom Freiwilligendienst. Ein Teil des Taschengeldes wird auf das Geld nach dem Asylbewerberleistungsgesetz angerechnet. Die Freiwilligen* bekommen dann weniger Geld vom Amt, haben insgesamt aber etwas mehr Geld. Wie das berechnet wird, weiß der Träger.

Aufsicht

Freiwillige* müssen informiert werden über mögliche Gefahren und das richtige Verhalten in gefährlichen Situationen. Außerdem müssen immer verantwortliche Mitarbeiter*innen erreichbar sein. Dann dürfen Freiwillige* auch alleine Aufsicht haben. Zum Beispiel über andere Menschen in der Schule oder über Räume im Museum.

Ausländer*innen

Ausländer*innen können ein FSJ oder einen BFD in Deutschland machen. Dafür sind bestimmte Dokumente, Versicherungen und Termine wichtig. Alles, was Bewerber*innen aus dem Ausland wissen müssen, steht in diesem Dokument: VISA Informationen auf Deutsch oder VISA Informationen auf Englisch.

Ausweis für Freiwillige*

Freiwillige* erhalten einen Freiwilligenausweis, mit dem sie bei verschiedenen Stellen Preis-Rabatte bekommen. Zum Beispiel bei Bus- und Bahnfahrkarten oder beim Eintritt ins Kino oder ins Museum. Sie haben aber kein Recht auf Preis-Rabatte.

BAFzA

Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben ist eine Behörde des BMFSFJ. Die Abkürzung für dieses Amt ist BAFzA und wird „Bafza“ ausgesprochen.

Das BAFzA prüft, ob das Bundesfreiwilligendienstgesetz eingehalten wird. Das BAFzA hat noch viele andere wichtige Aufgaben, die mit dem BFD zu tun haben. Einige dieser Aufgaben gibt das BAFzA aber an Einsatzstellen und Zentralstellen weiter. Sie übernehmen dann diese Aufgaben.

Wenn Freiwillige* im BFD ihre Vereinbarung unterschreiben, muss danach auch ein*e Mitarbeiter*in vom BAFzA unterschreiben. Darum kümmert sich der Träger.

Beginn

Der Beginn im Freiwilligendienst für unter 27 Jahren ist jedes Jahr am 1. September. Manche Freiwillige* fangen aber schon am 1. August an. Das hängt von den Schulferien und von der Einsatzstelle ab, in der die Freiwilligen* ihren Freiwilligendienst machen. Genaue Informationen hat der Träger.

In Rheinland-Pfalz fängt der Freiwilligendienst außerdem auch am 1. April an.

Außerdem werden während des Jahres auch Plätze frei. Dann können neue Freiwillige* nachrücken. Dafür müssen sich die Bewerber*innen beim Träger melden.
Freiwillige* über 27 Jahre können das ganze Jahr über beginnen. Wichtig ist, dass es freie Plätze gibt. Das können auch die Träger sagen.

Begleitung

  • durch die Einsatzstelle
    In der Einsatzstelle gibt es eine Person, die das ganze Jahr lang den*die Freiwillige*n begleitet. Diese Person heißt „Ansprechperson“. Die Ansprechperson spricht regelmäßig mit der*dem Freiwillige*n. In den Gesprächen geht es darum, wie es der*dem Freiwilligen* in der Einsatzstelle geht, ob es ihm*ihr im Team gut geht und ob es Probleme gibt. In manchen Einsatzstellen ist die Begleitung gleichzeitig auch die Anleitung.
     
  • durch den Träger
    Der Träger hilft den Freiwilligen* bei Problemen und bei allen rechtlichen und persönlichen Fragen zum Freiwilligendienst. An den Bildungstagen spricht der Träger mit den Freiwilligen* über ihre Erfahrungen im Freiwilligendienst. Die Regeln für diese Begleitung stehen in einem Dokument. Es heißt „Pädagogische Rahmenkonzeption“.

Bereiche

Im Trägerverbund Freiwilligendienste Kultur und Bildung können Menschen einen Freiwilligendienst in verschiedenen Bereichen machen. Beispiele für diese Bereiche sind: Theater, Museum, Musik, oder auch Politik, Schule und Internet. In jedem Bereich gibt es Einsatzstellen.

Bewerber*innen unter 27 Jahre können im Bewerbungsbogen aussuchen, in welchen Bereichen sie gerne einen Freiwilligendienst machen möchten. Bei manchen Trägern gibt es nicht in jedem Bereich Einsatzstellen.

Berufsgenossenschaft

Die Einsatzstelle versichert die Freiwilligen* in der Berufsgenossenschaft. Das ist wichtig, falls Freiwillige* in der Einsatzstelle oder bei den Bildungstagen einen Unfall haben.

Bescheinigung

Es gibt zwei verschiedene Bescheinigungen:
Zu Beginn des Freiwilligendienstes bekommen Freiwillige* vom Träger eine Bescheinigung. Sie können damit nachweisen, dass sie einen Freiwilligendienst machen. Das kann wichtig sein für Ämter, für das Kindergeld oder für die Rente.

Nach dem Freiwilligendienst bekommen die Freiwilligen* vom Träger noch eine Bescheinigung. In der steht, dass sie einen Freiwilligendienst gemacht haben. Das kann wichtig sein für einen Ausbildungsplatz, einen Arbeitsplatz oder ein Studium.

Bewerbung

Menschen, die unter 27 Jahren sind und einen Freiwilligendienst im Bereich Kultur und Bildung machen möchten, müssen sich im Internet bewerben.
Das geht in der Zeit zwischen dem 1. Januar und dem 31. März. Es geht aber auch später. Aber dann kommt die Bewerbung auf eine Warteliste. Wichtige Fragen rund um die Bewerbung werden im FAQ beantwortet.

Im Bundesland Rheinland-Pfalz gibt es auch noch andere Termine für die Bewerbung.

Die Bewerbung für einen Freiwilligendienst für Menschen über 27 Jahre läuft bei allen Trägern unterschiedlich ab. Bei einigen Trägern können sich Interessierte* das ganze Jahr über bewerben und auch das ganze Jahr mit dem Freiwilligendienst anfangen.

Bildungstage

Freiwilligendienste sind Bildungs- und Engagementzeit. Deshalb steht im Gesetz: Wenn Freiwillige* unter 27 Jahren zwölf Monate ein FSJ oder BFD machen, müssen sie bei mindestens 25 Bildungstagen mitmachen. Ein Teil dieser Bildungstage wird als Seminare vom Träger organisiert. Sie dauern 5 bis 6 Tage. Im FSJ gibt es jedes Jahr 3 oder 4 Seminare. Freiwillige* nehmen in der Regel an allen Seminaren teil.

Außerdem gibt es noch freie Bildungstage. Das sind zum Beispiel Workshops oder Kurse. Diese Bildungstage suchen sich die Freiwilligen* selbst aus und besprechen mit der Einsatzstelle und dem Träger, ob sie teilnehmen können.

Der BFD für Menschen über 27 Jahre ist auch eine Bildungszeit. Im Gesetz steht: Freiwillige* müssen in ihrem BFD an Bildungstagen teilnehmen. An mindestens 1 Bildungstag für jeden Monat, in dem sie einen BFD machen. Zum Beispiel: Bei 12 Monaten BFD muss ein*e Freiwillige*r zu insgesamt 12 Bildungstagen gehen. Der Träger bietet die Bildungstage an. Bei den Bildungstagen lernen sich die Freiwilligen* aus verschiedenen Einsatzstellen kennen. Sie tauschen sich aus und geben sich gegenseitig Tipps. Sie beschäftigen sich mit verschiedenen Themen. Das sind zum Beispiel Themen aus Kultur und Politik. Die Freiwilligen* lernen Methoden und Techniken für die Tätigkeit in der Einsatzstelle.

Die Kosten für die Bildungstage übernimmt der Träger. Alle Bildungstage zählen als Arbeitszeit. An den Bildungstagen dürfen Freiwillige* keinen Urlaub nehmen.

BMFSFJ

BMFSFJ ist eine Abkürzung für Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. BMFSFJ wird „Be-em-ef-es-ef-jot“ ausgesprochen.

Eine Aufgabe des BMFSFJ ist, das FSJ und den BFD zu fördern. Das heißt, das BMFSFJ gibt Geld an die Zentralstelle und die Träger, damit sie eine gute Begleitung und Bildungstage für die Freiwilligen* machen. Das BMFSFJ nennt auch die Regeln, die eingehalten werden müssen. Im BFD zahlt das BMFSFJ auch einen Teil des Taschengeldes. Das BMFSFJ hat für diese Aufgaben eine eigene Behörde: das BAFzA.

Bundesfreiwilligendienst

Der Bundesfreiwilligendienst (kurz: BFD) ist ein Freiwilligendienst von der deutschen Regierung. Das Besondere am BFD ist, dass auch Menschen über 27 Jahre ihn machen können. Das bedeutet, dass ein Mensch jeden Alters dabei sein kann. Das geht beim Freiwilligen Sozialen Jahr (kurz: FSJ) nicht. Den BFD gibt es in verschiedenen Bereichen. Einer von diesen Bereichen heißt Kultur und Bildung. Es gibt aber auch noch viele andere.

Datenschutz

Der Träger, die Einsatzstelle und im BFD die Zentralstelle dürfen die Freiwilligen* nach persönlichen Daten fragen. Persönliche Daten sind zum Beispiel die E-Mail-Adresse oder Kontonummer. Sie dürfen nur dann danach fragen, wenn das für das FSJ oder den BFD wirklich nötig ist, zum Beispiel um die Vereinbarung zu machen.

Das steht für das FSJ im Jugendfreiwilligendienstegesetz, Paragraf §12.
Für den BFD steht das im Bundesfreiwilligendienstgesetz, Paragraf §12.

Wenn Freiwillige* es erlauben, darf der Träger die persönlichen Daten auch nach dem Ende des Freiwilligendienstes noch benutzen. Zum Beispiel, um Freiwillige* erreichen zu können oder um Befragungen zu machen. Der Träger muss die Freiwilligen* aber vorher fragen, ob er die Daten weiterhin benutzen darf.

Dauer

Ein Freiwilligendienst muss mindestens 6 Monate dauern. Ein Freiwilligendienst darf höchstens 18 Monate dauern. In der Regel dauert er aber genau 12 Monate. Mehr dazu steht auch bei Beginn.

Freiwillige* können auch mehrere Freiwilligendienste nacheinander machen. Jeder einzelne Freiwilligendienst muss dann mindestens 6 Monate dauern. Insgesamt darf die Zeit in den Freiwilligendiensten nicht länger sein als 18 Monate.

Zum Beispiel:

  • Ein*e Freiwillige*r ist für 8 Monate in einer Einsatzstelle. Danach geht sie*er für 7 Monate in eine andere Einsatzstelle.
  • Oder: Ein*e Freiwillige*r macht 12 Monate ein FSJ. Danach kann er*sie noch 6 Monate einen BFD machen.

Nach 18 Monaten in den Freiwilligendiensten müssen Menschen mindestens 5 Jahre warten und älter als 27 Jahre sein, bis sie einen Bundesfreiwilligendienst machen dürfen.

Dienstbefreiung

Freiwillige* können den Freiwilligendienst für kurze Zeit unterbrechen.

Das heißt: Sie werden vom Dienst befreit. Dafür brauchen sie einen guten Grund. Das kann zum Beispiel ein Bewerbungsgespräch sein oder ein wichtiger Arzttermin. Auch ein Praktikum über mehrere Tage ist möglich.

Die Einsatzstelle muss das erlauben. Die Freiwilligen* besprechen mit ihrer Einsatzstelle, ob sie weiterhin das Taschengeld bekommen. Bei einzelnen Tagen geht das. Die Freiwilligen* werden dann vom Dienst befreit, ohne Urlaubstage nehmen zu müssen. Das wird auch Sonderurlaub genannt. Wenn die Freiwilligen* aber ein Praktikum über mehrere Tage machen, bekommen sie in der Zeit das Taschengeld für den Freiwilligendienst nicht weiter.

Einsatzstelle

Die Einsatzstelle ist die Einrichtung, in der Freiwillige* einen Freiwilligendienst machen.

Beispiele für Einsatzstellen sind Jugendtheater, Musikschule, Kulturamt, Bürgerbüro oder Ganztagsschule. Dort helfen Freiwillige* dann mit. In manchen Einsatzstellen sind auch mehrere Freiwillige*. In jeder Einsatzstelle gibt es Personen, die sich das ganze Jahr um die Freiwilligen* kümmern. Diese Personen können helfen und Fragen beantworten. Mehr dazu steht auch bei Anleitung und bei Begleitung.

Wenn eine Einrichtung Einsatzstelle werden will, muss sie einen Antrag ausfüllen. Er heißt: Antrag auf Anerkennung als Einsatzstelle. Der Träger prüft bei jeder Einsatzstelle, ob die Einsatzstelle zum Freiwilligendienst passt und ob sie mitmachen kann. Nur wenn die Einsatzstelle passt, wird sie vom Träger als Einsatzstelle „anerkannt“. Im BFD muss zusätzlich jede Einsatzstelle auch vom BAFzA anerkannt werden. Das bedeutet: Das BAFzA muss erlauben, dass die Einsatzstelle im BFD mitmachen darf. Mehr Informationen dazu kann der Träger geben.

Einsatzstellenbesuch

Die Mitarbeiter*innen des Trägers besuchen jede*n Freiwillige*n einmal in der Einsatzstelle. Sie informieren sich über die Arbeit der Einsatzstelle und der Freiwilligen*. Sie sprechen mit den Freiwilligen* über ihren Freiwilligendienst, die tägliche Arbeit in der Einsatzstelle und über ihr eigenes Projekt. Sie fragen auch, was die Freiwilligen* nach ihrem Freiwilligendienst gern machen wollen und geben Tipps. Gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen der Einsatzstelle und den Freiwilligen* besprechen sie die Entwicklung der Freiwilligen* und eventuell Konflikte. Sie prüfen, ob die Einsatzstelle die Qualitätsstandards für den Freiwilligendienst einhält.

Einsatzstellentreffen

Die Mitarbeiter*innen der Einsatzstellen aus einer Region treffen sich mindestens einmal im Jahr. Sie tauschen sich über ihre Erfahrungen im Freiwilligendienst aus. Sie erfahren Neuigkeiten über Freiwilligendienste und können sich fortbilden. Sie treffen dort andere interessante Kultureinrichtungen und können gemeinsam mit ihnen neue Projekte planen. Einsatzstellen müssen daran teilnehmen. Das Einsatzstellentreffen organisiert der Träger.

Elternzeit

Freiwillige*, die Eltern werden, können im FSJ oder im BFD keine Elternzeit nehmen. Das heißt: Es gibt keinen Anspruch auf Elternzeit.

Fahrkarten

Freiwillige* bekommen Preis-Rabatte für Fahrkarten des öffentlichen Personen-Nahverkehrs. Das heißt: Bei Bussen, Bahnen und Zügen. Sie bezahlen den gleichen Preis wie Auszubildende* oder Student*innen. Für diesen Rabatt brauchen Freiwillige* einen Ausweis oder eine Bescheinigung. Sie haben aber kein Recht auf den Rabatt.

Feiertags-Dienste

Freiwilligen*-Ausweis

Freiwilligen*-Vertretung

Bei jedem Träger wird eine Freiwilligen*-Vertretung gewählt. Die gewählten Vertreter*innen setzen sich für die Interessen aller Freiwilligen* ein und für die Entwicklung der Freiwilligendienste. Das können sie ganz unterschiedlich machen.

Zum Beispiel: Die Vertreter*innen

  • organisieren Treffen der Freiwilligen* zwischen den Bildungstagen und machen gemeinsame Unternehmungen, sprechen mit allen Freiwilligen* darüber, was sie brauchen, damit es ihnen als Freiwillige* gut geht. Die Ergebnisse teilen sie ihrem Träger und den Einsatzstellen mit,
  • organisieren mit allen Freiwilligen* Aktionen in der Öffentlichkeit, damit es für Freiwilligendienste mehr Anerkennung gibt, z. B. Preis-Rabatte für Eintritte in Museen oder im Schwimmbad,
  • treffen sich mit Politiker*innen und sprechen mit ihnen darüber, was für Freiwillige* im FSJ wichtig ist, z. B. die Genehmigung von Wohngeld.

Der Träger unterstützt die Vertreter*innen. Er gibt ihnen alle wichtigen Informationen über das FSJ oder den BFD und Tipps für ihre Aktionen. Auf den Bildungstagen gibt er ihnen Zeit, sich mit allen Freiwilligen* auszutauschen. Zweimal im Jahr gibt es große, gemeinsame Treffen. Es kommen zwei Vertreter*innen von jedem Träger. Die Vertreter*innen tauschen sich untereinander aus, geben sich gegenseitig Tipps und erhalten wichtige Informationen.

Freiwilligendienst

Ein Freiwilligendienst ist eine besondere Form von Engagement. Engagement bedeutet: sich für etwas einzusetzen, was einem wichtig ist. Ein Freiwilligendienst ist aber nicht das gleiche wie ein Ehrenamt. Das bedeutet: Man kann auch einen Freiwilligendienst und ein Ehrenamt gleichzeitig machen.

Ein Freiwilligendienst ist keine Arbeitsstelle. Deshalb bekommen Freiwillige* auch kein Gehalt, sondern ein Taschengeld. Und sie bekommen die Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen neue Dinge zu lernen und verschiedene Berufe kennen zu lernen. Deshalb ist ein Freiwilligendienst eine Bildungs- und Orientierungszeit.

Jeder Freiwilligendienst hat zwei Schwerpunkte: Die Tätigkeit in der Einsatzstelle und die Bildungstage.

In Deutschland gibt es verschiedene Freiwilligendienste. Viele dieser Freiwilligendienste werden mit Geld von der Bundesregierung unterstützt. Dazu gehören auch das FSJ Kultur, das FSJ Schule, das FSJ Politik und der Bundesfreiwilligendienst Kultur und Bildung. Mehr Informationen gibt es beim BMFSFJ.

Freiwilligendienste im Ausland

Freiwilligendienste gibt es auch im Ausland. Im Trägerverbund Freiwilligendienste Kultur und Bildung organisiert die LKJ Sachsen-Anhalt einen Freiwilligendienst in verschiedenen Ländern. Dieser Freiwilligendienst heißt weltwärts.

Das Kulturbüro Rheinland-Pfalz organisiert den Deutsch-Französischen Freiwilligendienst Kultur (DFFD Kultur).

Die LKJ Sachsen organisiert den Europäischen Freiwilligendienst (EFD) für junge Menschen aus der Region, die im Ausland einen Freiwilligendienst machen möchten.

Freiwilliges Soziales Jahr

Das Freiwillige Soziale Jahr (kurz: FSJ) ist ein Freiwilligendienst von der deutschen Regierung. Das FSJ ist ein Jugendfreiwilligendienst. Das bedeutet, dass nur Menschen bis 27 Jahre daran teilnehmen können. Beim Bundesfreiwilligendienst ist das anders. Das FSJ gibt es in verschiedenen Bereichen. Einer von diesen Bereichen heißt Kultur und Bildung. Es gibt aber auch noch viele andere.

FSJ-Ausweis

Führungszeugnis

Wenn Freiwillige* mit Kindern und Jugendlichen* arbeiten, brauchen sie ein erweitertes Führungszeugnis. Dieses können Freiwillige* bei der Meldebehörde beantragen, zum Beispiel beim Einwohnermeldeamt. Dafür brauchen sie eine Bestätigung der Einsatzstelle, dass sie dort einen Freiwilligendienst machen wollen.

Freiwillige* müssen das erweiterte Führungszeugnis nicht bezahlen. Dazu müssen sie einen Antrag auf Gebührenbefreiung stellen. Das können sie machen, wenn sie das Führungszeugnis bei der Meldebehörde beantragen.

Gesetz

Für alle Freiwilligendienste gibt es ein Gesetz.

Für das FSJ heißt es: Jugendfreiwilligendienstegesetz. Die Abkürzung ist JFDG. Das JFDG steht im Bundesgesetzblatt vom 16. Mai 2008 (BGBl. I S. 842).

Für Freiwillige* im BFD gilt ein anderes Gesetz. Das Gesetz heißt Bundesfreiwilligendienstgesetz. Die Abkürzung ist BFDG. Das BFDG steht im Bundesgesetzblatt vom 28. April 2011 (BGBl. I S. 687).

Haftpflicht

Die Haftpflichtversicherung der Einsatzstelle gilt auch für die Freiwilligen*. Die Versicherung gilt für die Arbeitszeit. Die Einsatzstelle informiert die Freiwilligen*, für welche Tätigkeiten in der Einsatzstelle die Haftpflichtversicherung gilt.

Hauptwohnsitz

Der Hauptwohnsitz ist die Adresse, die im Personalausweis steht. Für den eigenen Hauptwohnsitz können Freiwillige* Wohngeld beantragen. Außerdem muss der Hauptwohnsitz in den meisten Bundesländern auch im selben Bundesland sein, in dem die Freiwilligen* den Freiwilligendienst machen.

Jugendarbeitsschutzgesetz

Das Jugendarbeitsschutzgesetz gilt für Freiwillige*, die noch nicht 18 Jahre alt sind. Mehr Informationen gibt es beim Träger. Das Jugendarbeitsschutzgesetz kann im Internet nachgelesen werden.

Kindergeld

Kindergeld, Kinderfreibeträge und kinderbezogene Leistungen gibt es auch im Freiwilligendienst, wenn der*die Freiwillige* bisher ein Recht darauf hatte. Das ist genauso wie bei Schul- oder Berufsausbildungen und gilt bis zum Alter von 25 Jahren.

Kinderkrankengeld

Wenn Kinder von Freiwilligen* krank sind, können die Freiwilligen* Kinderkrankengeld bekommen und müssen nicht in der Einsatzstelle sein. Die Regel für das Kinderkrankengeld steht hier: Sozialgesetzbuch Paragraf § 45 SGB V.

Die Freiwilligen* fragen zuerst in der Einsatzstelle, ob sie weiter Taschengeld erhalten. Wenn nicht, müssen die Freiwilligen* ihre Krankenkasse fragen.

Krankenversicherung

Freiwillige* müssen in einer gesetzlichen Krankenversicherung sein. Sie dürfen also nicht in einer privaten Krankenversicherung sein. Außerdem müssen sich Freiwillige* selbst versichern: Sie dürfen nicht in einer Familienversicherung über die Eltern oder den*die Ehepartner*in versichert sein. Das heißt in der Fachsprache: Während des Freiwilligendienstes sind Freiwillige* als eigenständige Mitglieder* pflichtversichert in einer gesetzlichen Krankenkasse. Die Kosten bezahlt die Einsatzstelle.

Nach dem Ende des Freiwilligendienstes können Freiwillige* wieder in die Familienversicherung zurück. Und sie können auch in die private Krankenversicherung zurück. Das müssen sie aber vor dem Freiwilligendienst mit der Versicherung besprechen.

Wenn ein Freiwilligendienst länger als 6 Monate dauert, können Freiwillige* nach ihrem 25. Geburtstag länger in der Familienversicherung bleiben. Und zwar genau so viele Monate, wie der Freiwilligendienst gedauert hat. Bei 12 Monaten Freiwilligendienst ist das dann ein Jahr länger als bei Menschen, die keinen Freiwilligendienst gemacht haben. Das ist auch für beihilfefähige Kinder von Beamt*innen so.

Bestimmte Personen müssen sich während ihres Freiwilligendienstes aber nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern. Sie sind „versicherungsfrei“. Das sind Beamt*innen, Richter*innen, Soldat*innen auf Zeit und Pensionär*innen, die bei Krankheit unterstützt werden. Angehörige* dieser Personen, die einen Freiwilligendienst leisten, sind aber nicht versicherungsfrei.
Die Regeln dafür heißen beamtenrechtliche Vorschriften und Grundsätze. Welche das sind, steht im Sozialgesetzbuch Paragraf § 6 Abs. 1 Nr. 2 und 6 SGB V.

Krankheit

Wenn Freiwillige* krank sind und nicht arbeiten können, müssen sie sofort die Einsatzstelle anrufen. Wenn die Krankheit länger als 3 Tage dauert, müssen die Freiwilligen* auch den Träger anrufen. Außerdem brauchen sie spätestens am 3. Tag eine Bescheinigung einer*s Ärztin*Arztes. Die Bescheinigung heißt Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
An Bildungstagen brauchen Freiwillige* diese Bescheinigung schon am ersten Tag. Die Bescheinigung müssen Freiwillige* der Einsatzstelle oder dem Träger gleich geben oder zuschicken.

Während der Krankheit bekommen Freiwillige* weiterhin das Taschengeld. Wenn Freiwillige* aber länger als 6 Wochen krank sind, bekommen sie Geld direkt von der Krankenversicherung. Wieviel Geld das ist, bestimmen gesetzliche Regelungen, die im Sozialgesetzbuch Paragraf § 44 SGB V stehen.

Das gilt auch, wenn Freiwillige* erst weniger als 4 Wochen ihren Freiwilligendienst machen. In der Fachsprache heißt das: Die vierwöchige Ausschlussfrist gilt für Freiwillige* nicht.

Kündigung

Den Freiwilligendienst können Freiwillige* und Einsatzstellen kündigen. In der Vereinbarung steht, wie lange es nach einer Kündigung noch dauert, bis der Freiwilligendienst beendet ist. Das heißt: Kündigungsfrist. Die Kündigung und der Grund dafür müssen aufgeschrieben werden. Das heißt: Die Kündigung muss schriftlich erfolgen.

Die Kündigung gibt es auch als Aufhebungsvereinbarung zwischen Träger, Einsatzstelle und Freiwilligen*. Der Unterschied ist, dass bei der Aufhebungsvereinbarung alle Beteiligten* damit einverstanden sind, dass der Freiwilligendienst beendet wird. Es gibt dann keine Frist. Die Kündigung oder die Aufhebungsvereinbarung müssen alle drei Beteiligten* bekommen, also Träger, Einsatzstelle und Freiwillige*r. Der Träger prüft die Kündigung.

Im BFD schickt der Träger die Kündigung an das BAFzA. Das BAFzA prüft die Kündigung. Sie gilt erst, wenn das Amt die Kündigung bestätigt hat. Durch die Kündigung gibt es weniger Urlaubstage.

Landesträger

Siehe Träger

Meldepflicht

Wenn Freiwillige* für ihren Freiwilligendienst umziehen, müssen sie zu der Meldebehörde an dem neuen Wohnort gehen, zum Beispiel zum Einwohnermeldeamt. Dort geben sie ihre neue Adresse an. Das heißt: Sie melden sich um. Das müssen sie innerhalb von zwei Wochen nach dem Umzug machen. Wenn sie das nicht tun, müssen sie ein Bußgeld bezahlen. Außerdem müssen sich die Freiwilligen* ummelden, bevor sie ihren Freiwilligendienst beginnen.

Mutterschutz

Für Freiwillige*, die ein Kind bekommen, gilt das Mutterschutzgesetz.

Nebentätigkeit

Freiwillige* können während des Freiwilligendienstes noch woanders arbeiten. Das heißt auch: Sie haben eine Nebentätigkeit. Bevor Freiwillige* noch woanders arbeiten, müssen sie den Träger und die Einsatzstelle um Erlaubnis fragen.

Wenn die Freiwilligen* für die Nebentätigkeit im Jahr 2018 mehr als 9.000 Euro bekommen, dann müssen sie Steuern bezahlen. Das ist der Steuerfreibetrag. Dieser wird jedes Jahr ein wenig mehr.
Wichtig ist, dass Freiwillige* im FSJ den ganzen Tag in der Einsatzstelle sind.
Das heißt auch: Sie sind ganztägig in Vollzeit beschäftigt. Deswegen gibt es nur wenig Zeit, um noch woanders zu arbeiten.

Freiwillige* im BFD sind mindestens 20,5 Stunden in der Woche in der Einsatzstelle. Das heißt auch: Der Bundesfreiwilligendienst ist ihre Haupttätigkeit.

Personalbogen

Der Personalbogen ist ein Dokument, das der Träger oder die Einsatzstelle von Freiwilligen* braucht. Im Personalbogen stehen wichtige Informationen über die*den Freiwillige*n. Zum Beispiel: Der Name, die Nummer der Sozialversicherung und die Bankverbindung.

Die Freiwilligen* bekommen den Personalbogen vom Träger oder der Einsatzstelle und müssen ihn ausfüllen. Die Freiwilligen* müssen den Personalbogen beim Träger oder bei der Einsatzstelle abgeben. Das müssen sie spätestens 2 Wochen nach dem Anfang vom Freiwilligendienst machen.

Praktikum

Für manche Ausbildungen oder Studiengänge brauchen Menschen eine Bescheinigung, dass sie in demselben Bereich schon einmal gearbeitet haben. Das heißt: Sie müssen ein Praktikum nachweisen. Oft gilt ein Freiwilligendienst als so ein Praktikum. Das müssen die Freiwilligen* aber dort nachfragen, wo sie die Ausbildung oder das Studium anfangen wollen. Innerhalb eines Freiwilligendienstes können Freiwillige* auch ein Praktikum machen.

Projekt

Freiwillige* machen in ihrem Freiwilligendienst ein eigenes Projekt. Das heißt: Sie führen das Projekt eigenverantwortlich durch. Dafür brauchen sie eine Idee, was sie machen wollen. Freiwillige* und Einsatzstellen überlegen deshalb gemeinsam, was möglich ist und wieviel Geld dafür da ist. Die Freiwilligen* können dann alle Teile des Projekts selbst machen oder sich Leute suchen, die ihnen dabei helfen. Sie können planen, alles organisieren und dann auch selber beim Projekt mithelfen. Hinterher schreiben sie auf, was sie alles gemacht haben, wie das Projekt war und was sie gelernt haben.

Alle Freiwilligen* unter 27 Jahren sollen ein Projekt in ihrem Freiwilligendienst machen. Das steht in der Vereinbarung. Wenn sie 27 Jahre und älter sind, können die Freiwilligen* entscheiden, ob sie so ein Projekt machen möchten oder nicht

Qualität

Qualität im Freiwilligendienst bedeutet: Der Freiwilligendienst wird immer weiter verbessert. Dafür haben der bundeszentrale Träger BKJ und die Landesträger gemeinsame Ziele und Regeln bestimmt. In den Zielen und Regeln geht es zum Beispiel darum,

  • dass die Träger und Einsatzstellen einen guten Freiwilligendienst organisieren,
  • dass die Einsatzstellen und Freiwilligen* gut zusammenarbeiten können und
  • dass die Bildungstage und Seminare gut sind.

Die Träger, Freiwilligen* und Einsatzstellen prüfen immer wieder, ob die Regeln und Ziele noch sinnvoll sind. Und sie verbessern die Ziele und Regeln, wenn sie nicht mehr gut sind. Sie sprechen auch darüber, was wichtig ist, damit alle die Ziele und Regeln einhalten können. Das heißt auch: Qualitätsentwicklung. Für die Qualitätsentwicklung machen die Träger, Freiwilligen* und Einsatzstellen bei Umfragen mit. Die Ziele und Regeln heißen Qualitätsstandards. Sie gibt es für das FSJ und den BFD.

Qualitätsstandards

Siehe Qualität

Qualitätsvereinbarung

Die Qualitätsvereinbarung ist ein Dokument. In der Qualitätsvereinbarung schreiben Freiwillige* und Einsatzstellen in der ersten Zeit vom Freiwilligendienst gemeinsam auf, welche Aufgaben der*die Freiwillige* macht. Sie schreiben auch auf, welches Projekt er*sie macht und wann sich Freiwillige* und Einsatzstelle treffen, um genau über den Freiwilligendienst zu sprechen. Die Einsatzstelle schickt die fertige Qualitätsvereinbarung an den Träger. Das muss die Einsatzstelle spätestens drei Monate nach dem Anfang vom Freiwilligendienst machen. Bei manchen Trägern heißt die Qualitätsvereinbarung auch Zielvereinbarung.

Rechtsverhältnis

Freiwillige* sind keine Angestellten. Das heißt, der Freiwilligendienst ist kein Arbeitsverhältnis. Trotzdem gelten für Freiwillige* die „öffentlich-rechtlichen Arbeitsschutzbestimmungen“.

Das bedeutet, dass die Einsatzstellen zum Beispiel auf die Gesundheit der Freiwilligen* achten müssen. Der Schutz gilt, weil der*die Freiwillige*, die Einsatzstelle und der Träger eine Vereinbarung unterschreiben. Diese Vereinbarung heißt „privatrechtliche Vereinbarung“.

Im BFD schließen Freiwillige* eine Vereinbarung mit dem Bund, dem Träger und der Einsatzstelle. Diese Vereinbarung heißt „öffentlich-rechtliche Vereinbarung“.
Mehr dazu steht auch bei Arbeitgeber und bei Arbeitsmarktneutralität.

Rentenversicherung

Alle Freiwilligen* sind während ihres Freiwilligendienstes automatisch in der Sozialversicherung versichert. Dazu gehört auch die Rentenversicherung. Die Kosten bezahlt die Einsatzstelle.
Wenn Freiwillige* bereits eine Altersvollrente bekommen, ist es etwas anders. Dann muss die Einsatzstelle weniger bezahlen. Das heißt: Sie muss dann nur den Arbeitgeberanteil bezahlen.

Rentner*innen

Für Rentner*innen und Frührentner*innen gibt es viele Ausnahmen und Besonderheiten, wenn es um Taschengeld, Versicherungen und Rente geht. Freiwillige* sollten sich deshalb immer an den Träger oder die Einsatzstelle wenden, damit sie richtig beraten werden.

Bei einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit sollten die Freiwilligen* bei ihrer Rentenversicherung anrufen. Die Rentenversicherung prüft dann, ob Freiwillige* weiterhin Rente bekommen, wenn sie einen Freiwilligendienst machen. Wenn Freiwillige* vor der Vollzeitrente eine Rente bekommen, dürfen sie bis zu 450 Euro im Monat zur Rente dazu verdienen. Dazu zählt auch das Taschengeld, das sie im BFD bekommen. Wenn Freiwillige* mit dem Taschengeld und weiteren Einkünften insgesamt mehr als diese 450 Euro dazu verdienen, bekommen sie weniger oder keine Rente.

Rezeptgebühren

Freiwillige*, die einen eigenen Haushalt haben, können Geld für Medikamente und Arztbesuche von der Krankenkasse zurückbekommen. Ein eigener Haushalt bedeutet zum Beispiel, für die eigene Wohnung oder ein eigenes Zimmer zu bezahlen. Wenn Freiwillige* in der Zeit von Januar bis Dezember mehr als 2 Prozent vom eigenen Einkommen für Medikamente und Arztbesuche bezahlen müssen, bekommen sie Geld wieder. Das Einkommen für ein Jahr ist das Taschengeld und zum Beispiel Kindergeld, Wohngeld oder Geld, das Menschen mit anderer Arbeit verdienen. Mehr Informationen können die Träger geben.

Rundfunkbeitrag

Freiwillige* müssen den Rundfunkbeitrag bezahlen. Außer sie sind unter 18 Jahre alt. Wenn Freiwillige* ALG II oder Asylbewerberleistungen bekommen, können sie sich befreien lassen. Alle Freiwilligen* sollten versuchen, eine Befreiung zu bekommen. Wenn Freiwillige* vom Rundfunkbeitrag befreit sind, können sie auch Ermäßigungen für einen Festnetzanschluss bei der Telekom bekommen.

Schweigepflicht

Schweigepflicht im Freiwilligendienst bedeutet, dass Freiwillige* über bestimmt Dinge, die sie in der Einsatzstelle erfahren, nicht sprechen dürfen. Genau wie die Kolleg*innen in der Einsatzstelle auch. Die Schweigepflicht gilt auch für die Zeit nach dem Freiwilligendienst.

Seminare

Sozialversicherung

Alle Freiwilligen* müssen sozialversichert werden. Das bedeutet, dass sie während der Zeit ihres Freiwilligendienstes in der gesetzlichen Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung versichert sind. Die Versicherungsbeiträge werden von der Einsatzstelle oder vom Träger bezahlt. Deshalb müssen Freiwillige* ihre Sozialversicherungsnummer mitteilen.
Die Sozialversicherungsnummer weiß die eigenen Krankenkasse oder die Deutschen Rentenversicherung (Telefonnummer: 0800 1000 4800) einfach anrufen und fragen.

Steueridentifikationsnummer

Jede Person, die in Deutschland ihren 1. Wohnsitz hat, bekommt eine Steueridentifikationsnummer (kurz: Steuer-IdNr. oder IdNr.). Die Nummer vergibt das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) und besteht aus 11 Zahlen. Mehr Informationen, wo die eigene IdNr. steht, können Freiwillige* auf der Internetseite vom Bundeszentralamt für Steuern lesen.

Die Steueridentifikationsnummer, das Geburtsdatum und die Religionszugehörigkeit gibt jede*r Freiwillige* dem Arbeitgeber, bevor sie*er einen Freiwilligendienst macht.

Steuern

Für das Taschengeld müssen Freiwillige* keine Steuern bezahlen. Die Regel dafür steht hier: Einkommensteuergesetz Paragraf § 3 Nr. 5. Buchstabe f in Verbindung mit Paragraf § 32 Absatz 4 Satz 1 Nr. 2 Buchstabe d.

Wenn Einsatzstellen Unterkunft oder Verpflegung für die Freiwilligen* bezahlen, müssen die Einsatzstellen das beim Finanzamt melden. Unterkunft und Verpflegung heißen „Sachbezüge“. Wenn Freiwillige* statt der Unterkunft und Verpflegung Geld bekommen, heißt das Geld „Geldersatzleistungen für Unterkunft und Verpflegung“.

Studium

Der Freiwilligendienst gilt als Wartezeit für das Studium. Das heißt: Der Freiwilligendienst wird als Wartesemester angerechnet. Bei 12 Monaten Freiwilligendienst sind das 2 Wartesemester.

Wenn Freiwillige* schon vor Beginn oder während des Freiwilligendienstes einen Studienplatz haben, behalten sie ihn bis nach dem Freiwilligendienst. Die Freiwilligen* müssen sich aber trotzdem nochmal bewerben! Das steht im Paragraf § 34 des Hochschulrahmengesetzes des Bundes und den Studienplatz-Verordnungen der Hochschulen.
Wenn Freiwillige* Medizin, Pharmazie, Tiermedizin oder Zahnmedizin studieren möchten, ist es genauso, der Weg ist aber anders. Diese Studiengänge werden in Deutschland zentral verteilt. Der Paragraf § 29 der Vergabeverordnung der Stiftung Hochschulzulassung regelt das.

Studium und Freiwilligendienst gehen nicht gleichzeitig. Ein Freiwilligendienst ist eine Vollzeit-Tätigkeit. Ein Studium auch. Zwei Vollzeit-Tätigkeiten sind nicht erlaubt. Für einen Freiwilligendienst können aber Urlaubssemester genommen werden. Wenn die Hochschule es erlaubt, kann auch ein Pflichtpraktikum als Freiwilligendienst gemacht werden. Ein berufsbegleitendes Studium und ein BFD Kultur und Bildung in Teilzeit sind aber möglich.

Taschengeld

Freiwillige* bekommen ein Taschengeld. Sie bekommen keinen Lohn, weil ein Freiwilligendienst kein Arbeitsverhältnis ist. Mehr dazu steht unter Rechtsverhältnis.
Das Taschengeld wird jeden Monat auf das Konto der*des Freiwilligen* überwiesen.

Im FSJ Kultur, FSJ Politik und FSJ Schule sind das mindestens 320 Euro im Monat und höchstens 381 Euro. Im Bundesland Thüringen ist das anders. Es können dort wegen Förderungen nur 300 Euro bezahlt werden.

Freiwillige* ab 27 Jahre im BFD Kultur und Bildung erhalten bei Vollzeit immer 381 Euro. Wenn Freiwillige* ihren BFD in Teilzeit machen, bekommen sie weniger Taschengeld.

Träger

Der Träger ist für die Planung und Durchführung des Freiwilligendienstes zuständig. In Deutschland gibt es 13 Träger für Freiwilligendienste im Bereich Kultur und Bildung unter 27 Jahren. Jeder dieser Träger ist für ein oder mehrere der 16 Bundesländer in Deutschland zuständig. Manche Träger bieten neben dem FSJ Kultur auch FSJ Schule und FSJ Politik an.

Für Freiwilligendienste im Bereich Kultur und Bildung über 27 Jahre gibt es 11 Träger. 3 der 11 Träger bieten Plätze in ganz Deutschland an. Die anderen meist nur in einem oder zwei Bundesländern.

Die Mitarbeiter*innen der Träger sind Ansprechpartner*innen für die Freiwilligen* und für die Einsatzstellen. Sie beantworten alle Fragen zu den Freiwilligendiensten und veranstalten die Bildungstage. Sie begleiten Freiwillige* und Einsatzstellen im Freiwilligendienst. Mehr dazu steht auch bei Begleitung durch den Träger.

Außerdem gibt es noch die Zentralstelle. Das ist eine Vermittlungsstelle zwischen dem BMFSFJ oder dem BAFzA und den vielen Trägern mit ihren Einsatzstellen.

Das FSJ Kultur, das FSJ Schule, das FSJ Politik und der BFD Kultur und Bildung haben die gleiche Zentralstelle. Sie heißt Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ). Die BKJ regelt den Kontakt aller Träger untereinander und hilft mit, das FSJ und den BFD weiterzuentwickeln. Außerdem spricht die BKJ mit Politiker*innen über FSJ und BFD, leitet das Bewerbungsverfahren im FSJ und macht Öffentlichkeitsarbeit für die Freiwilligendienste.

Überstunden

Bei Überstunden bekommen Freiwillige* freie Stunden an anderen Tagen. Das heißt Freizeitausgleich. Für Überstunden bekommen Freiwillige* kein Geld. Das heißt: Die Überstunden werden nicht ausgezahlt. Siehe auch Arbeitszeit

Unterkunft

Die meisten Einsatzstellen haben keine Unterkunft für die Freiwilligen*. Bei der Suche nach einer Unterkunft können Träger, Einsatzstellen und ehemalige Freiwillige* helfen. Mehr zum Thema Wohnen steht auch bei Wohngeld und Hauptwohnsitz.

Außerdem hat die BKJ gemeinsam mit den Landesträgern das Projekt GastzuHause gestartet. Hier können sich Menschen melden, die ein Zimmer für eine*n Freiwilligen* haben.

Urlaub

Alle Freiwilligen* im FSJ haben mindestens 25 Tage Urlaub, wenn sie 12 Monate Dienst machen. Alle Freiwilligen*, die ihren BFD 12 Monate in Vollzeit machen, haben mindestens 24 Tage Urlaub. Wenn Freiwillige* ihren BFD in Teilzeit machen, bekommen sie meistens weniger Urlaubstage.

Freiwillige* dürfen in den Seminaren und Bildungstagen keinen Urlaub nehmen. Freiwillige* müssen den Urlaub mit den Einsatzstellen absprechen.

Manche Einsatzstellen machen in bestimmten Zeiten im Jahr zu. Das heißt auch: Saisonale Schließzeiten. Das sind zum Beispiel: Schulferien, Theaterferien oder Winterpause. Oft müssen Freiwillige* dann Urlaub nehmen.
Sie bekommen kein zusätzliches Urlaubsgeld. Wenn Freiwillige* weniger als 12 Monate einen Freiwilligendienst machen, wird der Urlaub kürzer: Für jeden Monat weniger gibt es auch 2 Tage weniger Urlaub.

Vereinbarung

Freiwillige*, Einsatzstellen und Träger haben Rechte und Pflichten. Diese Rechte und Pflichten stehen in einem Gesetz.

Die Rechte und Pflichten werden in einer Vereinbarung nochmal aufgeschrieben. Diese Vereinbarung ist ein Vertrag. Vor Beginn des Freiwilligendienstes müssen Freiwillige*, Einsatzstellen und Träger (und im BFD auch noch das BAFzA) die Vereinbarung unterschreiben. Darum kümmert sich der Träger. Mehr dazu steht auch bei Rechtsverhältnis.

Wenn Freiwillige* noch nicht 18 Jahre alt sind, unterschreiben die Erziehungsberechtigten* die Vereinbarung. Das sind meistens die Eltern.

Vermögenswirkende Leistungen

Wenn Freiwillige* vor ihrem Freiwilligendienst bereits über den Sparvertrag Vermögenswirksame Leistungen Geld sparen, können sie das während des Freiwilligendienstes auch tun. Allerdings fällt der Teil des Arbeitgebers weg. Freiwillige* können einen Teil des Taschengeld dafür nutzen. Wenn das eine bestimmte Menge Geld ist, bekommt der*die Freiwillige* auch die staatliche Arbeitsnehmersparzulage. Wie viel vom Taschengeld das ist, muss der Anbieter des Sparvertrages sagen.

Waisenrente

Alle, die schon vor einem Freiwilligendienst Waisenrente bekommen, bekommen das Geld auch in der Zeit vom Freiwilligendienst. Dafür gibt es aber bestimmte Voraussetzungen. Die stehen im Sozialgesetzbuch an dieser Stelle: Paragraf § 48 SGB VI.

Die Freiwilligen* müssen bei ihrer Rentenkasse fragen, ob das Taschengeld vom Freiwilligendienst auf die Rente angerechnet wird.

Alle, die eine Waisenrente aus einer nicht gesetzlichen Rentenversicherung bekommen, müssen vor ihrem Freiwilligendienst bei ihrer Versicherung fragen, ob sie das Geld beim Freiwilligendienst weiterbekommen.

Alles, was hier geschrieben steht, gilt auch für die Halbwaisenrente.

Wochenend-Dienst

Freiwillige* dürfen auch am Wochenende in der Einsatzstelle mitarbeiten. Sie dürfen das, wenn es in der Einsatzstelle üblich ist, Wochenend-Dienst zu haben. Wichtig ist, dass die Freiwilligen* alle 14 Tage ein freies Wochenende haben. Das heißt: Freiwillige* dürfen nur alle 14 Tage am Wochenende in ihrer Einsatzstelle mitarbeiten. Für den Wochenend-Dienst bekommen Freiwillige* kein extra Geld.

Wohngeld

Wohngeld ist eine Unterstützung für Menschen, die nicht viel Geld zur Verfügung haben. Sie bekommen etwas Geld für die Miete. Wieviel Geld hängt davon ab, wieviel Geld die Person hat und wieviel Miete sie bezahlt.

Freiwillige* können Wohngeld nur für den Hauptwohnsitz bekommen und wenn sie dort allein oder in einer WG wohnen. Das gilt nicht, wenn sie bei den Eltern wohnen. Alle Freiwilligen* können Wohngeld bei der Wohngeldbehörde in ihrer Stadt oder Gemeinde beantragen. Die Behörde entscheidet, ob sie Wohngeld bezahlt. Es gibt kein Recht auf Wohngeld. Das heißt: Ein Rechtsanspruch besteht nicht.

Wohnsitz

Zentralstelle

Siehe Träger

Zertifikat/Zeugnis

Alle Freiwilligen*, die einen Freiwilligendienst im Bereich Kultur und Bildung machen, bekommen nach ihrem Freiwilligendienst ein Zertifikat.

Im FSJ bekommen sie es, wenn sie mindestens 11 Monate einen Freiwilligendienst gemacht haben und bei 25 Bildungstagen waren. Die Einsatzstelle, der Träger und die Freiwilligen* schreiben das Zertifikat gemeinsam. Darin steht: Was die Freiwilligen* in der Einsatzstelle gemacht haben, was sie gelernt haben und wie sie sich in der Zeit entwickelt haben. Außerdem steht dort, was sie bei den Bildungstagen gemacht haben.

Wenn Freiwillige* ein Arbeitszeugnis haben möchten, können sie die Einsatzstelle danach fragen. Dafür ist es egal, wie viele Monate sie das FSJ oder den BFD gemacht haben.

Zielvereinbarung

Zuschläge

Wenn Freiwillige* Überstunden machen, am Wochenende oder an Feiertagen arbeiten, dann bekommen sie dafür kein zusätzliches Geld.